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    Naturpark statt Windpark

Bürgerbrief 1/2011 (pdf)

Bürgerbrief 1/2010

Bürgerbrief 2/2010

Bürgerbrief 3/2010

Bürgerbrief 4/2010

 

Der Bürgerbrief 4/2010 als pdf

 

Der Bürgerbrief 3/2010 steht hier zunächst als pdf zur Verfügung.





 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

Schlangenbad und Bärstadt haben mit dem geplanten Windpark das große Los gezogen. Ein mäßig geeigneter Standort soll mit besonders hohen Windrädern in unmittelbarer Nähe der Häuser bebaut werden.
 Uns wird erzählt, es ginge um erneuerbare Energien. Tatsächlich geht es ums Geld: Das große Geld für die Vermarkter - hier winken Gewinne in Höhe zweistelliger Millionenbeträge.
Und das kleine Geld in Form von Pachteinnahmen für die Gemeinde –
unser „Schmerzensgeld“, das nicht den Bürgern zugute kommen wird, sondern den Banken, bei denen wir verschuldet sind.

Kein Wunder, dass Vermarkter-Firmen wie z.B. ABO-Wind Pressemitteilungen in den Zeitungen platzieren (z.B.: Kurier am 19.3.). Es geht darum, die wirtschaftlichen Interessen zu verteidigen.

Lesen Sie dazu bitte unseren zweiten Bürgerbrief:

BÜRGERBRIEF 02/2010

Liebe Schlangenbader Bürgerinnen und Bürger,
am 4.3.2010 fand in Bärstadt der Informationsabend zum geplanten Windpark statt. DieVeranstaltung war gut besucht und es war leider nicht genügend Platz für alle. Viele Themen, wenn auch nicht alle, wurden angesprochen. Einige davon finden Sie in diesem Brief.
In der Veranstaltung waren Vertreter verschiedener politischer Parteien anwesend und haben aus Ihrer jeweiligen Sicht Stellung bezogen. Wir legen Wert darauf, dass unsere Initiative mit keiner politischen Partei verbunden ist.

Der geplante Windpark stellt eine enorme Veränderung für unsere Gemeinde dar. Wichtig ist es,
Aussagen zu Nutzen und Risiken zu begründen und zu belegen. Das unterscheidet Informationen von Meinungen. Auf der Rückseite (bzw. weiter unten) finden Sie Informationen und Zitate zu Windkraftanlagen.

Bei Windkraftanlagen ist die Standortfrage von großer Bedeutung: Geeignete Standorte zeichnen sich durch eine hohe Windstärke (hoher Energieertrag) und durch eine geringe Beeinträchtigung von Natur und Menschen aus.

1. An schwachen bis mittelmäßigen Standorten wie Schlangenbad werden immer höhere und teurere Anlagen gebaut. Trotzdem wird in Schlangenbad selbst in dieser Höhe nur eine Durch-schnitts-Windstärke von 6,4 m/s erreicht, die nur wenig über der Grenze der staatlichen Förderung von 6,0 m/s liegt. Insgesamt wird nur ein Bruchteil des Stromes erzeugt, wie es an windstarken Standorten (Küste: 8m/s; Meer: 9 m/s und mehr) möglich ist.

2. Geld, das an einem windschwächeren Standort investiert ist, kann nicht in einen windstarken Standort investiert werden. Die Bundesregierung oder Hessen setzen verstärkt auf windstarke Standorte: Entweder durch Erneuerung schwächerer Anlagen oder durch große Windparks im Meer. Deutschland will bereits in 10 Jahren 1/3 des gesamten Windstromes im Meer erzeugen.
Andere Länder wie Dänemark haben bereits große Wind-Anlagen im Meer in Betrieb.

3. In anderen Regionen Deutschlands gibt es Regelungen zu Mindestabständen zwischen Bebauung und Windkraftanlage, die die großen Höhen der neuen Anlagen berücksichtigen. Auch eine Petition an den Bundestag forderte im Januar 2010 Mindestabstände zu Windkraftanlagen, die sich an der Höhe der Windkraftanlagen orientieren (10fache Gesamthöhe der Anlage; mindestens 1.500 m), um die negativen Effekte auf die vor Ort lebenden Menschen zu reduzieren. Bei dieser Regelung dürfte kein einziges der geplanten Windräder in Schlangenbad gebaut werden.

Wir veranstalten einen Wind-Stammtisch, der sich alle 14 Tage im Gasthaus „Sonne“ in Bärstadt in zwangloser Atmosphäre trifft. (siehe Termine)

Es wird eine Bürger-Fragenstunde geben, an der Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen an Kritiker und Befürworter des geplanten Windparks stellen können. (kommt auch auf TERMINE)

Wir planen eine Fahrt zu einem Windpark (Samstag 17. April).

März 2010

 

Es folgt die 2. Seite des Bürgerbriefes

Zitate und Informationen zu Windkraftanlagen

Die Gemeinde Schlangenbad zum Landschaftsbild (22.2.2006)

„Die Landschaft im Gemeindegebiet zeichnet sich durch eine besondere Eigenart, Ruhe, Vielfalt und Schönheit aus, die es gilt, zu erhalten und langfristig zu sichern. Ziel muss es daher sein, diesen Wert auch als wirtschaftliches Potenzial der Gemeinde zu erhalten und zu sichern. Dazu ist insgesamt der Charakter der Landschaft zu bewahren, und visuelle Belastungen sind zu vermeiden.“
(Flächennutzungsplan Gemeinde Schlangenbad vom 22.2.2006)

Jürgen Trittin zur Größe von Windkraftanlagen (23.9.2003)

„Diese wirtschaftlich nicht darstellbaren Standorte sollen nicht durch immer größere Anlagen überwunden werden können. Denn dies würde die Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung weiter beeinträchtigen.“ (www.bmu.de/reden/archiv/15/trittin/doc/pdf/4611.pdf)

Euphorie bei Windkraft ist verflogen (5.3.2010)

„Den einst größten Windpark Bayerns betrieb das Regensburger Unternehmen Aufwind ab Juli 1999 mit 6 Windrädern. Die anfängliche Euphorie ist verflogen. Auf Anfrage der Frankenpost sagte Jan-Gerd Bayerköhler, dass sich die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllt hätten. Das Ergebnis des Windparks ist ernüchternd. Wir würden im Landkreis Wunsiedel heute kein Windrad mehr aufstellen, da die Windverhältnisse viel zu schlecht sind." (www.frankenpost.de/nachrichten/fichtelgebirge/wunsiedel/art2460,1204480)

Der Sozialökonom Thomas Heinzow zur Standortfrage im Binnenland (3.2.2010)

„Windkraft-Anlagen im Binnenland leisten nur einen geringen Beitrag zur Energieversorgung und zum Klimaschutz, wie unabhängige Wissenschaftler errechnet haben. Der Sozialökonom Thomas Heinzow kritisiert nicht nur, dass die Windanlagen rund um die Wohnorte nur etwa halb so effizient arbeiten wie in Küstenregionen. Er kritisiert auch die ökologischen Konsequenzen: ´Hier in Brandenburg sind die Windgeschwindigkeiten so niedrig, dass die Windkraftanlagen nur die Hälfte des Kohlendioxid vermeiden helfen, wie es Anlagen an der Küste tun. Trotzdem wird weitergebaut - rund 800 neue Windräder kommen jedes Jahr in Deutschland dazu. Denn selbst zeitweiliger Stillstand lohnt sich für die Betreiber.“
(www.br-online.de/br-alpha/wissenschaft/windenergie-windraeder-risiken-ID1265193641433.xml)

ABO Wind und andere Betreiber klagen gegen Gemeinden auf Schadensersatz (2007 / 2008)

„Das Wiesbadener Unternehmen ABO Wind bereitet eine Schadensersatzklage vor. ABO Wind hatte wegen der Verzögerungen im Planverfahren Ertragsausfälle von einer Million Euro gegenüber der Gemeinde geltend gemacht. Die Gemeinde Nottuln hatte damals versucht, die Höhe der Anlagen auf 100 Meter zu begrenzen. Nottuln ist übrigens nicht die einzige Kommune, die eine Klage der Windenergiewirtschaft am Hals hat. Auch die Stadt Warendorf steckt in einer ähnlichen Bredouille. Dort geht es sogar um 10 Millionen Euro.”
(www.gruene-nottuln.de/htm/themen/energie/2007/09-21windrad; www.gruene-nottuln.de/htm/themen/energie/2008/05-08-wind-klage.htm)

Bundesverband Windenergie (BWE) zu Repowering (=Erneuerung von Windkraftanlagen) (27.1.2010)

„Die Windbranche setzt große Hoffnungen auf das Repowering. Damit ist der Ersatz bestehender Windräder durch höhere und leistungsfähigere Anlagen gemeint. Im Repowering stecke das entscheidende Potenzial für den Ausbau der Windenergie in den kommenden Jahren, sagte BWE-Präsident Hermann Albers. Dringend nötig seien der Netzausbau und neben Windanlagen auf hoher See der weitere Erneuerungsprozess alter Windanlagen an Land. Auf längere Laufzeiten von Atomkraftwerken sollte verzichtet werden, sagte BWE-Präsident Hermann Albers.“
(Handelsblatt 17.9.9; Handelszeitung Online 27.1.2010)

Die Europäische Union zu Off-Shore-Anlagen (=Windkraftanlagen im Meer) (3.2.2009)

„Die Off-Shore-Windenergie birgt verglichen mit der an Land gewonnenen Windenergie viele Vorteile: Auf See sind die Windkraftanlagen größer als an Land. Der Wind bläst stärker und beständiger als an Land. Die Windturbinen geben weniger Anlass zur Sorge bei Anwohnern. Hemmnisse für OffshoreWindenergie sind [u.a.] Windenergieanlagen im Binnenland, mit denen sie im Hinblick auf Finanzierung,  Ausrüstung und Fachwissen konkurrieren.“
(http://europa.eu/legislation_summaries/energy/renewable_energy/en0001_de.htm)

Download des 2. Bürgerbriefes:
Seite 1
       Seite 2

BÜRGERBRIEF 01/2010

Liebe Schlangenbader Bürgerinnen und Bürger,

am 7.10.2009 beschloss die Gemeindevertretung von Schlangenbad,
nördlich von Bärstadt ein Vorranggebiet für Windenergienutzung zu
beantragen
“. In einem ca. 1 km langen Bereich soll nördlich der Dreispitz,
entlang der Hohen Straße und auf der anderen Seite der Bäderstraße (B260)
ein Windpark aus 5 Windkrafträdern entstehen.
Die Windräder sollen nur 850 bis 1.000 Meter entfernt
zur nächsten Wohnbebauung von Bärstadt stehen.

Jedes Windrad soll eine Gesamthöhe von 180 Metern haben
.


Was kann man gegen Windkraftanlagen haben? Diese Frage haben wir uns
auch gestellt, denn Windkraft erzeugt saubere Energie. Bei genauerem Hinsehen
stellt man allerdings fest, dass nicht jeder Standort für Windkraftanlagen
gleich gut geeignet ist.

Voraussetzung für ein effizientes sowie natur- und menschenverträgliches
Betreiben einer solchen Anlage sind günstige Windverhältnisse und ein
ausreichender Abstand zu den umgebenden Ortschaften und den dort
lebenden Menschen.


Beide Voraussetzungen sind bei der aktuell geplanten Windkraftanlage nicht erfüllt.
Da die Windverhältnisse nicht optimal sind, muss die Anlage extrem groß
dimensioniert werden (siehe Größenvergleich). Ein für diese Größe
angemessener Abstand zur nächsten Bebauung wird jedoch nicht eingehalten.
Die bekannten Nebenwirkungen von Windkraftanlagen – deutlich hörbare
Betriebsgeräusche und sich bewegender Schattenschlag - sind daher nicht
nur für Hausen, Bärstadt und Wambach absehbar, sondern können auch
Fischbach, Hettenhain und Bad Schwalbach betreffen.


Derart große Windtürme beeinträchtigen zudem auch aus weiterer Entfernung
das Landschaftsbild erheblich. Die Effekte auf die Attraktivität unseres
Natur-, Kur- und  Touristikstandortes Schlangenbad wie auch auf
Gesamt-Schlangenbad als Wohnort sind heute noch nicht absehbar.


Da wir uns zu dem Vorhaben nicht ausreichend informiert fühlen, haben wir
Informationen zusammengetragen, die wir Ihnen gerne an einem
Bürgerabend
vorstellen möchten:

4. März 2010 (Donnerstag)
20.00 Uhr
Bürgerhaus Bärstadt


Machen Sie sich persönlich ein eigenes Bild über das geplante Vorhaben
und die damit verbundenen langfristigen Veränderungen in Ihrem
direkten Wohnumfeld!


Wir werden Sie weiter mit regelmäßigen Bürgerbriefen über die aktuellen
Entwicklungen informieren. Gerne können Sie sich auch per email

an uns wenden.


Ihre
Initiative
Naturpark statt Windpark

Der erste Bürgerbrief als pdf

 

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