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Windräder: Technologie für die Zukunft? Windenergieanlagen (WEA) gelten als Energiequelle der Zukunft: CO2-neutral und erneuerbar. Wer WEA-Standorte als ungeeignet bezeichnet, gilt als egoistisch und verantwortungslos. Dabei ist Windenergie nicht die Energie der Zukunft, sie ist eine Energie der Gegenwart. Insbesondere in Deutschland, mit 22.000 WEA weltweit Rang 2, sind windstarke Standorte rar geworden. Verbliebene windschwächere Standorte (z.B. Schlangenbad/Bad Schwalbach) machen den Bau riesiger Anlagen nötig - mit 180 m Höhe doppelt so hoch wie bisher gebaute. Dabei sind grundlegende Probleme nicht gelöst: Die Stromversorgung, wenn der Wind nicht weht. Die Stromspeicherung, wenn der Wind-Strom nicht benötigt wird. Prof. Peters (FH Eberswalde) bezeichnet WEA als „Übergangstechnologie“. National Geographic schreibt: „Die wirkliche Diskussion über die Energieversorgung der Zukunft hat gerade erst begonnen.“ Dominante Nahwirkung - große Fernwirkung WEA belasten mit Geräuschen, bewegenden Schatten, drehenden Rotoren, blinkenden Lampen. In Erholungsregionen wie dem eng besiedelten Taunus reagieren Menschen empfindlich auf diese großindustrielle Bebauung: Dominante Nahwirkung und große Fernwirkung führen zum Verlust von Landschaftsruhe und Erholungswert. Das Naturerbe Taunus läuft Gefahr, durch den Bau Hunderter WEA seine Identität zu verlieren. So geschehen in Brandenburg: Egal, in welche Richtung man dort schaut, das Auge ruht nicht in der Ferne, sondern folgt den Drehbewegungen einer Rotoren-Landschaft. Gemeinden werden mit Pachtgeldern für den Ausverkauf ihrer Landschaft entschädigt. Bürger werden mit (nicht risikolosen) Bürgerbeteiligungen ruhig gestellt. Angaben zur „Stromversorgung Tausender Haushalte“ verschweigen, dass mehr als 90% der Gesamt-Energie nicht mit privatem Strom verbraucht wird. Selbst Begründungen wie CO2-Einsparungen greifen zu kurz: Jedes in Deutschland eingesparte Gramm CO2 darf von ausländischen Kohlekraftwerken freigesetzt werden – so wird kein CO2 vermieden! Standortfrage ist entscheidend Gegner und Befürworter sowie eine gewinnverwöhnte Windenergie-Branche stehen sich kompromisslos gegenüber. Politiker schauen auf parteipolitische Vorgaben und die nächste Wahl statt Kriterien für WEA-Standorte festzulegen. Daher fordern wir als Mindestabstand zur Bebauung die 10fache Anlagenhöhe (entspricht der angegebenen Dominanzzone einer WEA) sowie den Schutz wertvoller, industriell unverbauter Kur- und Erholungsregionen (z.B. Schlangenbad/Bad Schwalbach). Vorzuziehen sind windstärkere, menschenfernere Standorte, Wüsten oder Off-Shore (Nordsee). Andere Länder haben dort WEA im großen Umfang erfolgreich errichtet. Solche Standorte und die Energiequellen der Zukunft werden in absehbarer Zeit WEA im deutschen Binnenland als Relikt einer Übergangszeit erscheinen lassen. WEA werden in Naturlandschaften wie dem Taunus als frühere Bausünden gelten, deren Abbau wir nicht mehr erleben dürften. | ||||||||||||||||||||||||||